„Und die Lieferadresse wäre?”
Nov 27th, 2009 | von: Nurten Ajruloska | Kategorie: Nurten's WeltEs ist ein erster Schritt in Richtung Selbständigkeit. Die Freiheit selber zu bestimmen, was man wann wie machen will. Die Rede ist vom Auszug aus dem Elternhaus in die erste eigene Wohnung oder WG. Einerseits ein Segen, andererseits das Schlimmste was mir und meinem Gaumen passieren konnte…
Auch ich habe diesen Schritt gewagt, allerdingst eher gezwungenermassen. Durch mein Studium oder vielmehr dem langen Anfahrtsweg musste ich das bequeme „Hotel Mama” verlassen und wurde dafür vom harten Alltag einer Studentin/Hausfrau begrüsst. Wenn das Klopapier mal wieder alle ist, die Wäsche sich nicht von selber wäscht und der Abwasch nicht wie von Zauberhand verschwindet, dann merkt man wie gut man es bei den Eltern (oder besser gesagt bei Mama) hatte. Naja, vielleicht ist dieser Alltag nicht ganz sooo hart. Wie oben erwähnt, bedeutet alleine wohnen, selber zu entscheiden, wie lange man die Hausarbeit vor sich hinschieben will. So lernt man dafür sich Prioritäten zu setzen: zuerst das Studium, dann die Freizeit (manchmal auch andersherum) und dann die Hausarbeit.
Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der den Genuss der eigenen Wohnung trübt. Ein, meiner Meinung nach, extrem wichtiger Aspekt: das Kochen. Ich kann es nicht. Meine Mutter hat ihr Bestes versucht, mir das Kochen näher zu bringen. Doch sie war machtlos gegen meine gnadenlose Talentfreiheit. Essen, kann ich dafür sehr gut. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Erste was ich tue, wenn ich nach Hause komme, ist meine Eltern zu begrüssen, und dann gehts ohne Umweg an den meist gut gefüllten Kühlschrank.
Wie jedermann weiss ich gutes Essen zu schätzen. Dazu gehört natürlich vorallem die mazedonische Küche. Es geht doch nichts über selbst gemachte Pita, Sarma, Baklawa und natürlich, mein absoluter Favorit: „gravce tavce”! Also mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Wie es aussieht, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich mal nach einem mazedonischen Lieferservice in meiner Nähe zu erkundigen.
PS: Meine Mutter macht die beste Pita mit Hackfleisch. Rezeptanfragen nehme ich gerne entgegen.












Hi, ja dann erstmal einen Herzlichen zu deiner kolumne. Könnte ja ruhig mal was mehr kommen, von deiner seite. Auch gern tiefschweifendere themen
Achja und immer her mit rezepten xD davon kann man ja nie genug haben ^^
Hi ,also ich fand deine kolumne auch gut gelungen .schrib doch mal was aus deinem alltag wie du dich so rumschlägst als mazedonerin ich mein ich weiss ja selber wie es so ist aber ich würd es auch gerne mal von anderen hören ob sie das selbe “durchmachen ” müssen wie ich ,würd mich freuen
pozdrav od larija
Ja du hast vollkommen recht, es gibt nichts besseres als bei den Eltern zu leben. Man lebt dort einfach wie im Hotel und wer lässt sich nicht schon gerne von vorne bis hinten verwöhnen?! Sehr schöne Kolumne.